2011-12-15

DR Software unterstützt euSDB

Die Firma DR Software GmbH entwickelt Software zur Erstellung von Sicherheitsdatenblättern, Betriebsanweisungen und Etiketten und ist mit 1300 Kunden in 49 Ländern ein gewichtiger Vertreter im Markt. Das Programmpaket ChemGes existiert seit 1989 und wird seitdem stetig weiterentwickelt. 


Seit dem letzten Update (vom 09.12.2011 auf Version 34.0) ist auch eine Exportmöglichkeit für das Projekt www.eusdb.de enthalten. Damit können alle Anwender sofort eine Datei erzeugen, welche in die Datenbank des Projektes www.eusdb.de eingespielt werden kann. 


Screenshot: Heiko Fanieng


Mit der Datei ist es möglich, Updates schnell und einfach aufzuspielen und damit eine Verlinkung der Sicherheitsdatenblätter aufzubauen. Voraussetzung ist natürlich, das die Datenblätter im Internet verfügbar sind.
 

2011-08-19

Positive Beispiele

Man soll ja auch ab und zu loben. Daher einige positive Beispiele. Gut finde ich:

  • Die Biochrom AG, DE-Berlin, die in Unterlagen für ihre Kunden sowohl den Link zu ihren Sicherheitsdatenblättern auf der eigenen  Homepage erwähnt, aber auch den Aufruf über www.eusdb.de nennt (der da lautet http://www.eusdb.de/de/search/results?producer=234).

  • Die Firma Merck KGaA, DE-Darmstadt die auch für Chemikalien, für die kein Sicherheitsdatenblatt notwendig ist, ein Dokument erstellt mit folgendem Text:

    "Dieser Artikel ist kein Gefahrstoff und enthält keine gefährlichen Bestandteile oder Stoffe mit gemeinschaftlichem (EG) Arbeitsplatzgrenzwerten oder besonders besorgnisserregende Stoffe (SVHC) oberhalb ihrer jeweiligen gesetzlichen Nenngrenzen. .." (Zitatende)

    Dies sollten alle Hersteller übernehmen, um dem Anwender in jedem Fall eine dezidierte Information zu übermitteln. Ansonsten könnten Zweifel verbleiben, ob vielleicht das Sicherheitsdatenblatt zur Zeit nicht erreichbar ist. Nachfragen werden damit vermieden.

  • Die Firma BTI Befestigungstechnik GmbH & Co.,DE-Ingelfingen, welche das Herunterladen ihrer Sicherheitsdatenblätter nach einem Gespräch mit mir vereinfacht hat. Vorher gingen die Aufrufe erst über ein mit Java-Script erzeugtes Bestätigungsformular, welches der Nutzer anklicken musste. Nun sind die Sicherheitsdatenblätter direkt aufzurufen (natürlich auch über www.eusdb.de).


Alle Maßnahmen, die den Zugang zu Sicherheitsdatenblättern einfach und unkompliziert machen, sind zu begrüssen. Wenn Ihnen weitere Beispiele bekannt sind, können Sie über die Kommentarfunktion darauf aufmerksam machen.

2010-12-11

Aufbewahrungsfrist Sicherheitsdatenblätter

Die Frage nach der Aufbewahrungsfrist für Sicherheitsdatenblätter wird öfter gestellt. Dies regelt Artikel 36 der Verordnung EG/1907/2006 für "Hersteller, Importeure, nachgeschaltete Anwender und Händler".

Für den Anwender, in der Verordnung auch als nachgeschalteter Anwender bezeichnet, ist dies noch einmal in der TRGS 400 in Abschnitt 8 Dokumentation (8) erläutert:

"Es wird darauf hingewiesen, dass Sicherheitsdatenblätter nach Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH) Art. 36 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 35 auch bei den Verwendern (nachgeschalteten Anwendern) mindestens zehn Jahre nach der letzten Verwendung der Stoffe oder Zubereitungen zur Verfügung gehalten werden müssen."

Gerade für Hochschulen mit chemisch arbeitenden Instituten bedeutet dies einen erheblichen Verwaltungs- und Dokumentationsaufwand.

Mit einem Mitglied des Ausschusses, der für die Bearbeitung der TRGS 400 zuständig ist, konnte ich kurz auch über den oben zitierten Abschnitt sprechen. Er war der Meinung, das diese zehnjährige Frist wegfallen sollte. Zur Zeit gilt allerdings die TRGS 400 uneingeschränkt.

Siehe auch: BDI Hilfestellung 1.2.7